Aktien

Aktien bringen Erträge

Für den Aktionär bietet die Aktie grundsätzlich zwei Ertragsquellen: Die Dividende und den Kursgewinn. Beide haben die gleiche Grundlage: den Gewinn des Unternehmens. Darunter versteht man den Überschuss der Erträge über die Aufwendungen. Der Gewinn wird nur zu einem Teil an die Aktionäre ausgeschüttet (Dividende). Der andere Teil verbleibt im Unternehmen und stärkt dessen Vermögen. Auch dieser Teil des Gewinns kommt den Aktionären zugute, da er sich positiv im Kurs der Aktie niederschlägt.

Dividende

Dividende nennt man die jährliche Gewinnausschüttung. Ihre Höhe wird von der Hauptversammlung, also der Versammlung der Aktionäre, beschlossen. Die Dividende ist – wie bei anderen Anlageformen der Zins – eine Vergütung dafür, dass der Aktionär dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung stellt, mit dem es arbeiten kann. Sie wird in Euro je Aktie ausgedrückt. Will man die Dividendenrendite einer Aktie berechnen, setzt man die letzte gezahlte Dividende in Bezug zum Börsenkurs. Hierzu verwendet man die folgende Formel: D.h. bei einem Kaufpreis von 400 Euro und einer Dividende von 12 Euro pro Aktie ergibt sich eine Ausschüttungsrendite von 3 Prozent.

Kursgewinn

Durch Investitionen in modernere, leistungsfähigere Maschinen, Forschung oder verbesserten Vertrieb stärkt ein Unternehmen seine Marktposition und damit seine Fähigkeit, in Zukunft höhere Gewinne zu erzielen. Diese positiven Erwartungen spiegeln sich in einem steigenden Aktienkurs. Der Aktionär kann, sofern er die Aktie verkauft, einen Wertzuwachs realisieren. Dieser bildet die zweite Ertragsquelle für den Aktionär. Der Kursgewinn hängt neben dem Unternehmensgewinn aber noch von anderen Faktoren ab, z.B. den Zinsen oder der Anlegerpsychologie. Kurz- und mittelfristig kann der Aktienkurs daher auch einmal unattraktiv niedrig sein – der Aktionär muss warten können! Der Gesamtertrag einer Aktie ist also immer eine Kombination aus Ausschüttung und Wertveränderung. Dies macht den besonderen Reiz der Aktie als Beteiligungswert aus. Natürlich verlangt hier auch der Staat einen Anteil. Mehr dazu erfahren Sie im Kapitel Über Kosten und Steuern.